Institut für Geographie

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Forschungsprojekt "Herausforderungen bei der Skalierung beispielhafter Maßnahmen zur Entwicklung eines Biotopverbunds in Beispielregionen Nordwestdeutschlands"

Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Projektzeitraum: Oktober 2022 – September 2023

Beteiligte Einrichtungen: Forschungsgruppe Ressourcenmanagement, Institut für Geographie (Universität Osnabrück); Grünlandzentrum Niedersachsen / Bremen e.V.; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, AG Vegetationskunde und Naturschutz; NABU Oldenburger Land

Ausgangslage und Projektziele: Übergeordnetes Ziel ist es, im Sinne der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) den zunehmenden Artenverlust in der offenen Landschaft zu stoppen und damit fundamental zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität beizutragen. Dazu kann ein funktionsfähiger Biotopverbund (BV) einen wichtigen Beitrag leisten, die Auswirkungen der Zerschneidung der Landschaft und der damit verbundenen Isolation von Lebensräumen und Populationen von Arten zu mindern (Bannas et al. 2017). Das Projekt BV hat den Anspruch, das im Niedersächsischen Weg verankerte Ziel voranzubringen, auf 10-15% der Landesfläche BV-Systeme aufzubauen und Strukturen zu schaffen, die eine langfristige Etablierung des BV ermöglichen. Die Grundlage für eine möglichst effiziente Entwicklung und langfristige Etablierung von BV-Systemen auf regionaler Ebene sind Kooperationen unter Einbindung aller relevanten Akteure.

Im Hinblick auf die übergeordnete Zielsetzung gilt es zunächst mit einer Machbarkeitsstudie im aktuellen BV-Projekt herauszuarbeiten, wer grundsätzlich als Hauptverantwortungsträger und Koordinator – Institutionen wie auch deren Mitarbeiter – solch regionaler Gebiets-kooperationen zur Entwicklung eines BV geeignet ist. Die Machbarkeitsstudie baut dabei auf den Erkenntnissen des Vorhabens „BV Grasland“ auf und gilt als erster Schritt in Richtung einer Prozessverstetigung sowie der konkreten institutionellen Anbindung zur Planung und Umsetzung von regionalen BV-Systemen.

Dabei unterscheiden sich Regionen sehr stark in deren Landschaftsräumen, den damit verbundenen Anforderungen an einen BV sowie den relevanten Akteuren und Akteursnetzwerken. In dieser Hinsicht besteht mit der vorliegenden Machbarkeitsstudie die Zielsetzung in der Erstellung eines Anforderungsprofils für Trägereinrichtungen regionaler Gebietskooperationen. In der Zusammenarbeit mit drei vorab ausgewählten Trägereinrichtungen (Landkreis Wesermarsch – Fachdienst Umwelt, Kreislandvolkverband Oldenburg e. V. und Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshafen) gilt es zu prüfen, inwieweit diese strukturell geeignet sind, die Rolle und das konkrete Profil einer Koordinationsstelle hinsichtlich deren Kompetenzen und Arbeitsweisen zur Entwicklung von BV-Systemen auszufüllen. Ergänzend werden die organisatorisch und inhaltlich verschieden aufgestellten Trägereinrichtungen hinsichtlich deren Eignung für das neue Aufgabenfeld miteinander verglichen.

Ansprechpartner*innen:
FG Ressourcenmanagement:  Dr. Dr. Johannes HalbeM. Sc. Pia Müller
Grünlandzentrum Niedersachsen Bremen:  Dr. Johannes Leins